Es begann mit einem Mann, der kein Boot hatte – aber eine Sehnsucht.
Vorwort Marianne Busse 93 (2002)
*Als man noch in Hütten hauste*
und mit dem Auto gen Neheim brauste.
Die Männer den Dietrich noch Häuptling nannten
und die Frauen keine Wasserleitung kannten.
*Mit Petroleum man das Licht entfachte*
und noch nicht an „Bonanza“ dachte.
Als die Männer für Ernst den Bootssteg klauten
und sich mit „Nichtsorpianern“ hauten.
*Als der Schutzpatron von Langscheid noch Thiele hieß*
und man einfach so übern See zum Frühschoppen rief.
Als man schwimmen konnte, wann immer man wollte
und Drepper mit dem Pferd betrunken anrollte.
*Als Marianne noch schwamm und Minchen noch sang,*
Pan Becker auf der Terrasse saß
und man bei Bernhard noch Kuchen aß.
Man noch keine Kurtaxe zahlte
und Anita noch ihre Möbel bemalte.
*Man Gin aus Wassergläsern trank*
und man laut frecher Lieder sang.
„Die Sorpezeiten sind vorbei.“
Wir alle haben die Zeit genossen
und viele Male tüchtig begossen.
🥂 **Ein Aufruf zur Erinnerung**
Drum darf ich Euch bitten, das Glas zu erheben,
um alles im Geiste noch einmal zu erleben.
Wir sind nun älter und nicht mehr ganz knusprig,
doch unser Gedächtnis ist immer noch rüstig.
Drum hab` ich gedacht, Ihr schreibt`s mal schön auf,
was jeder erlebt in der Jahre Lauf.
Ich möchte es dann in Verse formen
und jeder soll eine Kopie bekommen.
Man könnte sogar so manches Erleben,
mit Fotos als Erinnerung belegen.
Denn unsere Kinder und Kindeskinder,
freuen sich sicher mal über Verse und Bilder.
🍻 **Zum Schluss**
Nun Schluss und Prost, Ihr lieben Leute:
„Auf die Sorpe von damals und die Sorpe von heute!“

Wollen und machen
Hanns Busse, von Freunden liebevoll „Hännschen“ genannt, war kein Riese, doch seine Begeisterung für das Segeln war riesengroß. Im Jahr 1950 trat er dem Yachtclub Möhnesee bei. Die ersten Mitsegelgelegenheiten ließen ihn nicht mehr los. Und wie das bei echten Begeisterten so ist: Er wollte diese Leidenschaft teilen. Kurzerhand meldete er seine Söhne Dierk und Swen in der Jugendgruppe an – der Wind sollte auch durch ihre Haare wehen.
Doch das Herz der Familie schlug längst woanders. Schon 1949 hatte Hanns ein kleines Grundstück am Sorpesee gepachtet. Damals lebte die Familie noch im obersten Stockwerk der Fabrik BJB, gemeinsam mit zwei anderen Familien. Aber der See rief. Und so entstand ein kleines Haus direkt am Ufer – ein Zuhause für sieben Kinder und zwei Erwachsene, gebaut mit viel Liebe und noch mehr Tatkraft.
Mit der Zeit verlagerte sich das Leben immer mehr an die Sorpe. Die Segler vom Sorpesee gründeten eine eigene Abteilung für den Sorpesee, doch die „Sorpianer“ – wie man sie bald nannte – lebten längst in ihrer eigenen Welt. In den kleinen Häusern der Familien Busse und Vellmer entstand eine Gemeinschaft, die mehr war als nur ein Segelclub. Es war ein Ort der Begegnung, der Regatten, des Kaffeedufts und der Geschichten am Lagerfeuer.
Die Idee eines eigenen Clubs war unausweichlich. 1953 wurde sie Wirklichkeit: Der Yachtclub Sorpesee e.V. wurde gegründet. Das Clubstander-Design blieb dem Möhnesee treu – ein Zeichen der Herkunft, aber auch der neuen Identität.
Anfangs war das Clubhaus noch ein Wohnzimmer. Bei gutem Wetter kamen 15 bis 20 Gäste – Freunde, Segler, Neugierige. Es war eng, aber herzlich. Doch bald wurde klar: Ein echter Club braucht ein echtes Zuhause. Dank der guten Kontakte von Hanns Busse und der Unterstützung von Karl-Friedrich Vellmer konnte ein Grundstück gepachtet werden – der Grundstein für das heutige Clubhaus.
So beginnt die Geschichte unseres Vereins nicht mit Zahlen, sondern mit Menschen. Mit einem Mann, der klein war, aber Großes bewegte. Mit einer Familie, die dem Wind folgte. Und mit einer Gemeinschaft, die aus Leidenschaft entstand.!

Wie unsere Leidenschaft begann
Wenn man heute über den Sorpesee blickt und die weißen Segel im Wind tanzen sieht, mag man kaum glauben, wie bescheiden unsere Leidenschaft begann. Es war das Jahr 1950, als Vater Busse mit einem selbstgebauten Segelkahn den Grundstein für eine Geschichte legte, die bis heute nachhallt. In der Betriebsschreinerei entstand ein kleines Boot, das den stolzen Namen „Moses“ trug – nicht aus edlem Material, sondern aus Holz, Makko-Stoff und einer großen Portion Herzblut.
Mutter Busse nähte das Großsegel und die Fock auf ihrer Singer-Nähmaschine mit Fußantrieb. Kein Hightech, sondern Handarbeit mit Hingabe. Der Moses war einer der ersten Jugendsegelboote auf dem Sorpesee – ein Pionier, genau wie wir.
Mit meinen Brüdern Swen und Knut wagten wir uns in dieser Nussschale auf große Fahrt. Ein sonniger Herbsttag, kräftiger Wind, das Freibad im Rücken und der Damm vor uns – das Abenteuer rief. Doch der See zeigte uns seine Kraft: Eine Welle von achtern, eine von vorn, und schon lag der Moses kieloben. Wir schwammen ans Ufer, durchnässt, aber ungebrochen. Die Menschenmenge war empört, unsere Eltern galten als „Rabeneltern“. Knut, tapfer und großzügig, spendierte uns von seinen 39 Pfennig Erspartem heißen Kakao – ein Trost, der bis heute nachwirkt.
Wir ließen uns nicht beirren. Der Moses wurde wieder flottgemacht, und unsere Segelträume nahmen Fahrt auf. Was damals mit einem kleinen Boot begann, wurde zur Leidenschaft, zur Gemeinschaft, zum Verein.
Sorpepreis, Erinnerung an 7 Jahrzehnte
Es war ein sonniger Sommer im Jahr 1952, als sich am Ufer des Sorpesees etwas Besonderes ereignete: Am 5. und 6. Juli wurde zum ersten Mal der „Sorpepreis“ ausgesegelt – eine Regatta, die nicht nur Wind und Wellen, sondern auch Begeisterung und Gemeinschaft in Bewegung setzte. Was damals als mutiger Anfang begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einer festen Größe im Segelsport und zu einem Herzstück unseres Vereinslebens.
Schon bei der Premiere zeigte sich, wie viel Leidenschaft und Talent in den Seglerinnen und Seglern steckte. Zehn Piratenboote kreuzten über das Wasser, und K. Fr. Vellmer setzte mit einem dritten Platz ein frühes sportliches Ausrufezeichen. Auch bei den Ausgleichern war das Feld stark besetzt – Hanns Busse erkämpfte sich den zweiten Platz und bewies, dass der Sorpesee nicht nur landschaftlich, sondern auch sportlich einiges zu bieten hat.
Besonders bewegend war der Erfolg in der Jugendklasse: Dierk Busse errang gemeinsam mit seinen Brüdern den ersten Platz – ein Sieg, der weit über die sportliche Leistung hinausging. Er steht bis heute als Symbol für familiären Zusammenhalt, Nachwuchsförderung und die Freude am gemeinsamen Segeln.
Schon damals war der Sorpepreis mehr als nur ein lokales Ereignis. Mit der Teilnahme eines Bootes vom Düsseldorfer Yachtclub zeigte sich früh die überregionale Strahlkraft der Regatta – ein Zeichen dafür, dass der Sorpesee Seglerinnen und Segler aus ganz Deutschland anzog und verbindet.
Diese Chronik erzählt von den Menschen, den Momenten und den Meilensteinen, die unseren Verein geprägt haben. Sie ist ein Rückblick voller Stolz – und ein Ausblick auf all das, was noch kommen mag.
Zehnjähriger als Steuermann
Segelregatta auf dem Sorpesee – Nachwuchssegler begeistern bei sommerlichen Bedingungen
Sorpesee, 8. Juli 1952 – Bei hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad im Schatten fand am Sonntag eine eindrucksvolle Segelregatta auf dem Sorpesee statt. Veranstaltet wurde das Ereignis vom Yachtclub Möhnesee in Zusammenarbeit mit dem Sorpesee-Sportverein Schneider. Die teilnehmenden Boote – darunter Piraten und Jugendjollen – kamen überwiegend vom Möhnesee, unterstützt von engagierten Helfern der Sorpesee-Vereine.
Die Regatta verlief bei herrlichem Wetter und war ein voller Erfolg. Besonders die Jugendjollen sorgten für Aufsehen: Einige Boote wurden von gerade einmal zehnjährigen Steuermännern geführt – ein eindrucksvoller Beleg für die gute Nachwuchsarbeit des Yachtclubs Möhnesee.
Ein herausragendes Beispiel: Dirk Busse aus Neheim, der mit seinen Brüdern (8 und 6 Jahre alt) als Crew beide Wettfahrten in der Jugendklasse mit großem Vorsprung gewann. Ihre souveräne Leistung und perfekte Kursführung beeindruckten Zuschauer und Mitsegler gleichermaßen.
🏆 Ergebnisse im Überblick
Piraten (10 Boote):
- Grille – Heinz Wegener, Werl (Yachtclub Möhnesee)
- Fuhl II – Wilhelm Lake, Dortmund (Yachtclub Möhnesee)
- Gusing – K. F. Vellmer, Hachen (Yachtclub Möhnesee)
- Imilla – Gottfried Nehlen (Yachtclub Möhnesee)
Jugendjollen (3 Boote):
- Dirk Busse, Neheim (Sorpesee-Sportverein)
- Ilse Schmelz, Möhnesee
- Alfons Kreutzmann, Husten
Ausgleicher(6 Boote):
- Windspiel – Alfons Kreutzmann, Husten (Yachtclub Möhnesee)
- Hanns Busse, Neheim (Yachtclub Möhnesee)
- Schneiderdorfer Yachtclub

📚 Rechtliche Hinweise zur Chronik des Yachtclub Sorpesee e.V.
Ein besonderer Dank gilt
Martina Bücher, Manfred Hungershöfer, Birgit Picker, Andreas Stüeken, Claudia Vellmer und Klaus Volmert,
die bis zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2003 mit großem Engagement die Grundlagen dieser Chronik geschaffen haben.
die bis zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2003 mit großem Engagement die Grundlagen dieser Chronik geschaffen haben.
Seitdem wird die Chronik von Dierk Busse kontinuierlich fortgeführt.
Sie ist online abrufbar unter:
🌐 www.yachtclub-sorpesee.de
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🖋️ Autorenschaft und Urheberrecht
Dierk Busse
© 2025 Yachtclub Sorpesee e.V.
Alle Rechte vorbehalten.
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Die Inhalte dieser Chronik – einschließlich Texten, Bildern und Layout – unterliegen dem Urheberrecht.
Jegliche Vervielfältigung, Verbreitung, öffentliche Wiedergabe oder elektronische Weitergabe – ganz oder in Teilen – ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Yachtclub Sorpesee e.V. untersagt.
Dies gilt auch für die Speicherung in digitalen Archiven oder die Verwendung in anderen Publikationen.
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Weitere Informationen findest du in der Datenschutzerklärung des Yachtclub Sorpesee e.V..
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Das muss
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